Als sie 1980 dann die Bäckerei Holzner übernahmen, hatte sich Taufkirchen zu einem der wirtschaftlichen Zentren der Region entwickelt, Tendenz steigend. Eine Entwicklung, der die Bäckerei Holzner in der Vergangenheit nicht unbedingt gefolgt war. Ausgesprochen beengt ging es in der Backstube zu, auch der Verkaufsraum entsprach nicht unbedingt allen zeitgemäßen Erfordernissen. Den neuen „Beck“ hinderte dies allerdings nicht Feinbackwaren und Konditoreiwaren mit einem Auszubildenden zu produzieren, die von Anneliese Mautner, einer Aushilfe und einem weiteren Lehrling im Geschäft verkauft wurden. Und offensichtlich so sehr Anklang fanden, dass die Mautners 1985 das Nachbargebäude pachten konnten. Das ermöglichte es ihnen, die Backstube zu vergrößern und somit auch die Produktpalette zu erweitern.

Die Produktionsmethoden der Bäcker waren über die Jahrhunderte hinweg stets einfach geblieben, und somit war der Arbeitsalltag von einem ausgesprochen kräfteraubenden Handwerk bestimmt. Vom frühen Aufstehen ganz zu schweigen. Nachhaltige Arbeitserleichterung durch Maschinen gab es in Deutschland erst nach dem zweiten Weltkrieg.

Obwohl das handwerkliche Können nach wie vor Grundlage für das erfolgreiche Betreiben einer Handwerksbäckerei ist. Hat der Einsatz von Maschinen dafür gesorgt, dass in einer gut ausgestatteten Backstube durchaus mehr gebacken werden kann als die Kundschaft in einem Geschäft verlangt. Die Bäckerei Mautner orientierte sich also an der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in der Region und expandierte.

1989 wurde eine Filiale im MiniMal-Markt in Taufkirchen eröffnet, zwei Jahre später gab es in Kumhausen-Preisenberg, nicht weit von Landshut, eine Bäckerei- Konditorei Mautner. Im gleichen Jahr wurde das Geschäft in der Landshuter Str. 7 erworben und damit das Fundament gelegt für weitere Aktivitäten. So eröffnete 1992 die vierte Filiale im HZ-Zentrum Dorfen. Nach einer dreijährigen Verschnaufpause weitete die Bäckerei-Konditorei Mautner 1995 mit einer Filiale in Buchbach aus, das etwa 15 Kilometer südlich von Velden gelegen ist, wo schon im Jahr darauf eine weitere Filiale am Marktplatz eröffnet wurde. Im gleichen Jahr wurde das Stammgeschäft in Taufkirchen erst einmal wegen Umbau geschlossen.